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Gulf-Farben am Modell: Geschichte, Linie und Zuordnung

Gulf-Türkis und Orange lösten in den 1960er Jahren ein dunkelblau-oranges Schema ab. Eine dunkelblaue Linie trennt die Farben. Revells Porsche- und GT40-Darstellungen zeigen, weshalb Modellfarbe, Fahrzeugvorbild und Jahr zusammen eingeordnet werden müssen.

Modellbauakte · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert

Vom Dunkelblau zum Türkis-Orange

Die Gulf-Farbgebung wurde in den 1960er Jahren bekannt. Revells Rückblick beschreibt den Wechsel vom eher zurückhaltenden Dunkelblau mit Orange zum lebendigeren Türkis-Orange. Als Anlass nennt er die Übernahme von Wilshire Oil Company durch Gulf Oil; das neue Schema stammte von Wilshire Oil. Damit ist Türkis-Orange an eine Firmenübernahme gebunden und als Gestaltung einer Farbfamilie nachvollziehbar. Revell nennt die internationalen Farbbezeichnungen Zenith Blue und Tangerine von Llewellyn Rylands. Für die Modellfarbe schlägt der Beitrag Gulf- beziehungsweise Pulver-Blau aus 70 Prozent Lichtblau und 30 Prozent Weiß vor; Gulf-Orange entspreche Revell-Orange direkt aus der Dose. Diese Angaben helfen bei der Farbmischung, ersetzen aber keine Zuordnung zu einem konkreten Rennwagen.

Die dunkelblaue Linie trennt die Grundfarben

Blau und Orange sind Komplementärfarben, also im Farbkreis einander gegenüberliegend. Der Beitrag führt auch den helleren Türkiston als Grund für die lebhafte Wirkung der Kombination an. Im Gulf-Design lag eine dunkel marineblaue Kontrastlinie zwischen Türkis und Orange. Für ein Modell ist diese Linie ein eigenes Gestaltungsmerkmal neben den beiden großen Farbflächen. Wer das Schema nachbildet, sollte sie daher als Teil des Farbaufbaus berücksichtigen. Die Farbbeziehung erklärt den visuellen Kontrast; sie ordnet für sich allein aber weder ein bestimmtes Fahrzeug noch ein Baujahr zu.

Fahrzeug und Jahr anhand der Darstellung zuordnen

Bei den Porsche-Darstellungen sind Lackierung, Vorbild und Jahr auseinanderzuhalten. Revell führt den Porsche 917K mit Startnummer 23 in Rot als Le-Mans-Sieger von 1970: Hans Herrmann und Richard Attwood gewannen damit für KG Salzburg. Der türkis-orangefarbene 917 gehört dagegen zur Filmgeschichte. Steve McQueen spielte 1971 in „Le Mans“ den Rennfahrer Michael Delaney in einem so lackierten Porsche. Eine türkise und orange Modelllackierung kennzeichnet deshalb nicht automatisch den Le-Mans-Sieger von 1970; entscheidend ist, welche konkrete Darstellung gemeint ist. Als Vergleich nennt Revell den Ford GT40. Seine Abziehbilder erlauben den Bau des Siegerautos von 1968 oder 1969. Das sind zwei wählbare GT40-Vorbilder mit unterschiedlichen Jahresangaben.

Quellen

blog.revell.com ↗ · abgerufen 2026-10-07

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