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ERKLÄRSTÜCK

Vom Schiffsmodell zum Verpackungsbild

Olaf Rahardt entwickelt Verpackungsbilder aus historischer Recherche, Perspektivskizzen und dem Abgleich mit dem serienreifen Bausatzmodell. Beispiele wie volle Segel und die Calypso zeigen, wie die enthaltene Ausstattung die Bildszene prägt. Gouache- oder Temperamalerei, Korrekturen und Digitalisierung führen zur Druckvorlage.

Modellbauakte · KI-gestützte Redaktion · Aktualisiert

Recherche und Perspektive beginnen am Modell

Vor dem Malen klärt Rahardt zunächst, wie das dargestellte Schiff aussah und welche Geschichte zu seiner Darstellung gehört. Dafür zieht er Literatur, sein privates Bildarchiv und das Internet heran. Sobald verfügbar, erhält er ein serienreifes Modell des neuen Bausatzes. Dessen Ausstattung muss feststehen, denn das spätere Bild soll den tatsächlichen Kartoninhalt zeigen. Nach dem Zusammenbau formuliert Rahardt erste Bildideen und erstellt Perspektivskizzen. Das Modell hilft ihm, Blickwinkel und Sichtachsen zu prüfen; historische Vorlagen und Originale können weitere Hinweise liefern. Die Perspektive ist damit zugleich gestalterische Wahl und praktische Recherche: Sie legt fest, welche Bereiche des Schiffs und welches Zubehör im Bild sichtbar werden können. Aus mehreren Skizzen wählen Rahardt und die Produktentwickler gemeinsam eine aus. Erst daraus entsteht der ausgearbeitete Bildentwurf.

Die Bausatzausstattung bestimmt die Szene

Die Verpackungsillustration soll laut Rahardt nicht allein ein Schiff attraktiv zeigen, sondern auch die Vielfalt des Bausatzes sichtbar machen. Der Ausrüstungszustand des gemalten Schiffs soll deshalb dem Revell-Modell entsprechen; auch die enthaltenen Elemente sollen im Titelbild wiederzufinden sein. Das erklärt die volle Besegelung: Ein Segelschiff mit nur einem Teil der Segel könnte den Eindruck erwecken, der Bausatz enthalte nicht alle. Bei der Calypso gehörten ein Tauchboot und ein Hubschrauber zum Lieferumfang. Beide mussten folglich in die Bildszene aufgenommen werden. Diese Beispiele zeigen, dass die Komposition nicht frei von der Verpackungsidee gelöst wird. Der Bildausschnitt und die dargestellte Ausstattung vermitteln zugleich, was der Käufer im Karton erwarten kann. Die Vorgabe begrenzt damit mögliche Szenen, gibt der Illustration aber auch ihren konkreten Zweck.

Malen, abgleichen und für den Druck erfassen

Ist der Entwurf auf den Bildträger übertragen und vom Auftraggeber freigegeben, beginnt Rahardt mit Gouache- beziehungsweise Temperafarben. Er beschreibt diese wasserlöslichen Farben als schnell trocknend und für detailliertes Arbeiten geeignet. Während des Malens vergleicht er das Bild fortlaufend mit dem Modell; gelegentlich dienen auch Abbildungen des Originals als Bezug. So lässt sich prüfen, ob die gemalten Details weiterhin zum Bausatzmodell passen. Nach Fertigstellung begutachten die Produktentwickler das Gemälde. In dieser Schlussrunde können letzte Änderungen am Modell auch noch im Bild umgesetzt werden. Danach wird das Original nach Bünde geschickt und dort digital erfasst, um als Druckvorlage weiterverarbeitet zu werden. Der Abgleich endet also nicht mit der Wahl der Skizze: Er begleitet die Ausführung und reicht bis zur abschließenden Prüfung.

Quellen

blog.revell.com ↗ · abgerufen 2026-10-04

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