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Modellakku-Innenwiderstand vergleichbar messen

09.10.2026

Ein Lastpuls liefert einen praktischen DC-Innenwiderstandswert, aber keine universelle Akku-Kennzahl. Für aussagekräftige Vergleiche müssen Ladezustand, Temperatur, Strom und Zeitfenster übereinstimmen.

Was der Messwert tatsächlich aussagt

Der Innenwiderstand eines Modellakkus ist kein einzelner, bedingungsloser Messwert. Ein DC-Wert aus einem Lastpuls hängt davon ab, in welchem Ladezustand der Akku steht, wie warm er ist, welcher Strom fließt und wann nach dem Puls abgelesen wird. Deshalb sind Messwerte nur dann sinnvoll vergleichbar, wenn Methode und Bedingungen mitnotiert werden. Für Modellbauer ist das wichtig, wenn etwa ein Akku nach längerer Nutzung mit seinem früheren Messwert verglichen werden soll.

Ein einfacher Lastpuls als Vergleichsmethode

Für einen praxisnahen DC-Vergleich braucht es eine kontrollierte Last und eine Spannungsmessung an den Akkuklemmen. Erfasse zunächst die Spannung U₁ und den Strom I₁ vor dem Puls. Schalte für eine festgelegte kurze Zeit eine Last zu und notiere Spannung U₂ sowie Strom I₂ im definierten Messzeitpunkt. Die übliche Differenzbetrachtung lautet R ≈ (U₁ − U₂) / (I₂ − I₁); bei einer unbelasteten Ausgangsmessung ist I₁ nahe null. Ein Pulsverfahren begrenzt die während der Messung entnommene Ladung, ersetzt aber keine präzise Festlegung von Pulsdauer und Ablesezeit.

So wird aus Einzelmessungen ein fairer Vergleich

Vergleiche zwei Akkus nicht, wenn einer direkt aus einem kalten Keller kommt und der andere bereits warm gefahren wurde. Lass beide unter denselben Umgebungsbedingungen ruhen und bringe sie auf einen ähnlichen Ladezustand. Verwende anschließend dieselbe Last, dieselbe Pulsdauer und denselben Zeitpunkt für die Spannungsablesung. Auch Messgerät, Messleitungen und Kontaktstellen sollten gleich bleiben. Lege diese Werte in einem Protokoll fest; so lässt sich später erkennen, ob eine Widerstandsänderung eher mit dem Akku oder mit der Versuchsanordnung zusammenhängt. Wichtig ist ein fester, reproduzierbarer Ablauf bei jeder Vergleichsmessung.

Ein kleines Rechenbeispiel

Angenommen, ein Akku liegt vor dem Puls bei 8,00 V und nahezu 0 A. Unter einer konstanten Last von 10 A sinkt seine Spannung nach dem festgelegten Zeitfenster auf 7,70 V. Die Spannungsänderung von 0,30 V geteilt durch 10 A ergibt rund 0,030 Ω, also 30 mΩ. Das ist der DC-Innenwiderstand für genau diesen Ladezustand, diese Temperatur, diesen Laststrom und diesen Messzeitpunkt – keine feste Eigenschaft, die sich ohne Weiteres auf jeden Betriebszustand übertragen lässt.

Alterung erkennen, aber nicht überdeuten

Ein wiederholt höherer Wert kann ein Hinweis auf eine Veränderung des Akkus sein: Alter und Temperatur gehören zu den Einflussgrößen der Impedanz. Aussagekräftig wird der Trend erst, wenn Vergleichsmessungen nach derselben Methode und unter denselben Bedingungen vorliegen. Der Innenwiderstand allein sagt jedoch nicht, wie viel Kapazität noch verfügbar ist; er beschreibt eine andere Seite der Leistungsfähigkeit. Für eine Zustandsbeurteilung sollten daher auch Kapazität, Verhalten unter der realen Modelllast und auffällige Erwärmung berücksichtigt werden. Ein Einzelwert ist weder ein universeller Grenzwert noch ein Ersatz für die Angaben des Akkuherstellers.

Quellen

  1. Tektronix
  2. Texas Instruments
  3. Journal of The Electrochemical Society / IOP Publishing