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Transparente Modellbauteile innen und außen getrennt lackieren

08.10.2026

Mit passgenauen Masken und beidseitiger Abdeckung lassen sich Rahmenfarbe und Außenanstrich an Cockpithauben trennen. Hier sind Vorbereitung, Farbfolge und Grenzen erklärt.

Warum zwei Seiten zählen

Bei einer Cockpithaube oder einem Fenster liegt der Rahmen nicht auf einer undurchsichtigen Fläche: Je nach Blickwinkel ist er durch das klare Material von innen und außen zu sehen. Eine einseitige Lackierung kann deshalb von der Gegenseite wie eine unbemalte Kante wirken. Eduard beschreibt T-FACE-Masken, die für Außen- und Innenseite transparenter Teile vorgesehen sind. Das Prinzip lässt sich auch ohne Spezialset mit schmalem Maskierband oder Flüssigmaske umsetzen. Plane vor dem Farbauftrag, welche Ansicht im fertigen Modell dominiert. Bei einer geschlossenen Flugzeughaube zählt meist die Außenkontur; bei geöffneter Haube fällt die Innenseite stärker auf. Die Innenfarbe bildet den sichtbaren Rahmen von der Cockpitseite, während die Außenfarbe ihn optisch mit der Rumpflackierung verbindet.

Vorbereiten und maskieren

Wasche das Klarsichtteil zunächst mit lauwarmem Seifenwasser und lass es vollständig trocknen. So entfernst du mögliche Trennmittelreste, die das Haften der Farbe beeinträchtigen können. Halte das Teil danach an den Rändern; Fingerfett auf den Scheibenflächen macht späteres Reinigen unnötig riskant. Lege Maskierung auf beiden Seiten entlang derselben Rahmenlinien an. Vorgefertigte Maskierfolien sind bei wiederkehrenden Haubenformen bequem; Flüssigmaske hilft an kleinen Rundungen und Zwischenräumen. Wo ein Rahmen mehrfach geteilt ist, schneide das Band auf einer Schneidunterlage in kurze Abschnitte und richte sie einzeln aus. Schneide nicht direkt auf der Klarsichtfläche: Schon ein leichter Kratzer bleibt im Gegenlicht sichtbar. Drücke nur die Maskenkanten an und reibe nicht mit Kraft über die Scheibe.

Farbfolge: innen zuerst, außen danach

Eine gut kontrollierbare Abfolge ist: Innenbereich beziehungsweise innere Rahmenfarbe zuerst, trocknen lassen, dann die äußere Rahmen- oder Tarnfarbe auftragen. Arbeite mit dünnen Schichten statt einem satten Sprühgang. Bei Airbrush oder Spraydose sollte der Sprühnebel nicht unter die Maske gedrückt werden; eine sorgfältig angedrückte Kante hilft dabei. Ein wichtiger Sonderfall: Soll der Rahmen von außen wie die Innenfarbe wirken, kann die Innenfarbe auf der Außenseite als erste Farbschicht liegen. Durch das klare Material erscheint sie auf der Innenseite des Rahmens. Danach folgt außen die eigentliche Außenfarbe. Das ist nützlich, wenn die Innenseite nach dem Einbau schlecht erreichbar wäre. Prüfe vorher an einem Reststück, ob Farbe und Klebstoff verträglich sind, und lass jede Lage ausreichend trocknen, ehe du erneut maskierst. Bei mehrteiligen Rahmen oder stark gewölbten Blasenhauben lohnt sich eine kleine Probefläche. Masken liegen nicht überall gleich an, und zu viel Farbe kann an Kanten verlaufen. Mehrere leichte Durchgänge sind einfacher zu kontrollieren als ein einzelner dicker Auftrag.

Abziehen und Grenzen beachten

Ziehe Masken erst ab, wenn der Lack so weit angezogen hat, dass er nicht mehr schmiert; beachte die Angaben des Farbherstellers. Hebe die Folie mit einer Pinzette langsam und flach von der Kante ab. Falls ein kleiner Grat entstanden ist, arbeite nicht blind mit der Klinge auf der Scheibe nach. Prüfe zuerst, ob sich die Farbe mit einem für den Kunststoff sicheren Mittel punktuell entfernen lässt. Die Methode ersetzt kein sorgfältiges Anpassen. Unregelmäßige oder sehr kleine Scheiben lassen sich mit Band schwer exakt abdecken; Flüssigmaskierung braucht eine saubere, vollständig trockene Oberfläche. Ist die Innenseite nach der Montage schlecht zugänglich, schließe die Lackierung vorher ab. Prüfe abschließend gegen Licht, ob beide Seiten frei von Sprühnebel sind und die Rahmenlinie rundum zusammenpasst. Saubere Innen- und Außenmaskierung fällt besonders auf, wenn die Haube geöffnet dargestellt wird.

Quellen

  1. Eduard
  2. Revell
  3. Revell